Consulting-Branche im Wandel

Die Digitalisierung zwingt alle Industrien zum Wandel. Davon ist auch die Consulting-Branche massiv betroffen.

„Den Wandel, den wir gerade erleben,
hätte ich mir noch vor fünf Jahren nicht vorstellen können.“
(Karsten Höppner, CEO von Q_PERIOR)

Die Berater stehen vor großen Veränderungsaufgaben: bei ihren Kunden und bei sich selbst. Ein Berater muss sich „Digital.Fit“ machen, die Begriffe der Digitalisierung kennen und die digitalen Werkzeuge selbst nutzen.

Jedoch reichen Excel-Tabellen oder PowerPoint-Präsentationen längst nicht mehr. Die Kunden erwarten zu Recht, dass Berater mit z.B. riesigen Datenmengen umgehen können oder verstehen wie Automatisierung funktioniert. Das verlangt Fähigkeiten, die sich ein Berater nicht mal eben in einem Crash-Kurs aneignen kann.

Neben dem Verständnis für wirtschaftliche und unternehmerische Fragen muss ein Berater heute eine gewisse Affinität zur Informationstechnologie mitbringen, um weiterhin erfolgreich zu sein.

Und die gute Nachricht zum Schluss. Trotz all dieser Herausforderung bleibt eines wie es war: Im Zentrum der Arbeit steht die bestmögliche Lösung für den jeweiligen Kunden.


Quelle: Im Team mit Kopf, Herz und Hand (brand eins Wissen)

Kultur für ein digitales Zeitalter

Risikoaversion, schwacher Kundenfokus und Silodenken haben Organisationen schon immer bedroht. In einer digitalen Welt ist die Lösung dieser kulturellen Probleme jedoch nicht mehr optional.

„Unzulänglichkeiten in der Organisationskultur ist eines der Haupthindernisse für den Unternehmenserfolg im digitalen Zeitalter.“

Das ist eine zentrale Erkenntnis aus McKinseys kürzlich durchgeführter Umfrage unter globalen Führungskräften, die drei Defizite in der digitalen Kultur hervorhebt:

  • Funktions- und Abteilungssilos,
  • die Angst vor Risiken und
  • Schwierigkeiten bei der Gestaltung und Umsetzung einer einzigen Kundensicht.

Jede einzelne Schwäche ist eine nachhaltige Herausforderung, die im digitalen Zeitalter sehr teurer geworden ist. Es loht sich also sich diesen Themen zu widmen und Maßnahmen einzuleiten, um sie abzuschwächen.


Quelle: McKinsey Quarterly, Juli 2017
Autoren: Julie Goran, Laura LaBerge, and Ramesh Srinivasan


Digitale Transformation von KMUs in Österreich

„Die digitale Revolution ist angekommen“ – mit diesen Worten beginnt das Vorwort der Studie von Arthur D. Little Austria, der Wirtschaftskammer Österreich, Hutchison Drei Austria sowie des KMU Institutsvorstandes der Wirtschaftsuniversität Wien mit dem Titel „Digitale Transformation von KMUs in Österreich – 2017“. Ziel der Untersuchung war es, den Digitalisierungsstatus der österreichischen KMUs zu erheben und Einblick zu bekommen, inwieweit Österreichs Klein- und Mittelunternehmen die Chancen und Anforderungen der digitalen Welt bisher wahrgenommen haben.

Über 1.700 KMUs aus sieben verschiedenen Branchen haben an der Umfrage teilgenommen, welche fünf wesentliche Themenblöcke umfasst: Treiber und Herausforderungen, Produkte & Services, Kundenbeziehungen, Betrieb/Tätigkeiten, Arbeitsplatz & Kultur.

Die Erkenntnisse der Studie zeigen, dass unter den österreichischen KMUs noch erheblicher Aufholbedarf besteht: Der Großteil der KMUs ist nach wie vor Newcomer in Sachen Digitalisierung und muss sich weiter digital transformieren um vom Digitalen Wandel profitieren zu können.

Wenn man bedenkt, dass die digitale Transformation sich sehr schnell weiterentwickelt und ständig neue Herausforderungen als auch  Chancen offenlegt, ist es besonders wichtig für Unternehmen sich mehr mit der Digitalisierung ihrer Geschäfts- und Unternehmensprozesse zu beschäftigen um auch in Zukunft am Markt mithalten zu können. Denn eines ist sicher: Abnehmen wird der Grad der Digitalisierung bestimmt nicht mehr.

Quelle 09.2017: Link zur Studie von Arthur D. Little (www.adlittle.at)


Autor: Christina Kaltenegger